Die Wanderausstellung „Vom Flüchtling zum Nachbarn“ kommt im April 2026 nach Gladenbach. Mit großformatigen Porträts erzählt die Ausstellung die Geschichten einzelner Menschen im Hinblick auf ihre Flucht und Integration.
Die vom St. Elisabeth-Verein mit initiierte Wanderschau „Vom Flüchtling zum Nachbarn – Porträts gelungener Integration“ macht im April 2026 in Gladenbach Station. Am Samstag, 11. April wird die Ausstellung um 19 Uhr im Haus des Gastes eröffnet. Ab 19:30 Uhr tritt die Band „Uhlenbrock Project“ dort auf.
Wie aus jungen Flüchtlingen Nachbarn geworden sind – das wird nun auch in Gladenbach einen Monat lang zu sehen sein. Die Initiatoren der Flüchtlingshilfe Gladenbach holen dazu die Wanderausstellung nach Gladenbach, die bereits an mehreren Orten in Mittelhessen Station gemacht hat.
Lebenswege junger geflüchteter Menschen
Die Ausstellung „Vom Flüchtling zum Nachbarn“ widmet sich den Lebenswegen junger Menschen. Sie waren vor einigen Jahren vor Krieg und Gewalt aus ihrer Heimat geflüchtet und hatten sich auf eine lange und gefährliche Reise begeben. Als unbegleitete minderjährige Ausländer kamen sie nach Deutschland.
Doch was denken junge geflüchtete Menschen über Deutschland? Was ist aus ihnen geworden, seit sie in Mittelhessen angekommen sind? Was bewegt sie heute? Fühlen sie sich inzwischen selbst als Nachbar? Diese und weitere Fragen beantwortet die Ausstellung. Dazu gibt es Bildtafeln und Interviews.
Pädagogische Mitarbeiter unterschiedlicher Organisationen hatten die Porträtierten befragt. Sie erzählen vom Weggehen und Ankommen, von Heimweh und neuer Heimat, von Träumen und Zielen und wie sie diese erreicht haben.
Die Wanderausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des St. Elisabeth-Vereins Marburg, des Caritasverbands Wetzlar/Lahn-Dill-Eder und dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Dillkreis mit dem Kinderkulturzentrum (Kikuz) Herborn. Unterstützt wird die Aktion in Gladenbach von der Volkshochschule Marburg-Biedenkopf und der Stadt Gladenbach.
Bei der Auftaktveranstaltung geben „Uhlenbrock Project“ das musikalische Startsignal.
Am kommenden Samstag, 11. April ist die Band „Uhlenbrock Project“ in Gladenbach zu Gast. Sie gibt das musikalische Startsignal für die Ausstellung „Vom Flüchtling zum Nachbarn“.
Facettenreiche Kompositionen und tiefgehende Texte sowie ein lebendiger und bodenständiger Singer-Songwriter-Rock sind die Markenzeichen der 2018 gegründeten Marburger Formation. Neben einigen ausgewählten Cover-Songs spielen die Musiker hauptsächlich Stücke aus der Feder von Bandgründer und Namensgeber Timo Uhlenbrock.
Im Januar 2018 erschien mit „Grounded“ das erste Album von „Uhlenbrock Project“. Teils autobiografische Balladen von großer emotionaler Tiefe wechseln sich mit druckvollen Rocksongs mit Ohrwurmgarantie ab. Ihren zweiten Longplayer „Break out“ veröffentlichte die Band Anfang 2020, drei Jahre später folgte das dritte Album „Cut The Ropes“.
„Uhlenbrock Project“ stehen am Samstag, 11. April ab 19.30 Uhr im Gladenbacher Haus des Gastes (Karl-Waldschmidt-Straße 3, 35075 Gladenbach) auf der Bühne. Die Türen des Saales öffnen sich eine halbe Stunde vorher. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf für zehn Euro an fünf Stellen in Gladenbach: bei der Stadtmarketing-Gesellschaft (SEB) im Haus des Gastes, im Second-Hand-Kleiderladen des Diakonischen Werks (Marktstraße 7), im Jugendcafé O-Läg (An der Martinskirche 6), im Weltladen und Café Fair (Marktstraße 11) sowie donnerstags von 16 bis 18 Uhr im Büro der Flüchtlingshilfe (Ringstraße 32). An der Abendkasse kostet das Ticket 15 Euro.
„Vom Flüchtling zum Nachbarn – Porträts gelungener Integration“ wird etwa einen Monat im Foyer des Hauses des Gastes Gladenbach zu sehen sein. Im Verlauf der Wanderausstellung sind auch Workshops geplant – die Termine will die Gladenbacher Flüchtlingshilfe noch bekanntgegeben.