Referent Thomas Jung von der Diakonie Hessen
Der St. Elisabeth-Verein Marburg veranstaltete einen lebendigen Workshop zum Thema „Künstliche Intelligenz in Sozialunternehmen“. Ziel war es, Mitarbeitende und Führungsverantwortliche des Vereins für die Potenziale und Herausforderungen der KI in der sozial-diakonischen Arbeit zu sensibilisieren und konkrete Einsatzmöglichkeiten zu erkunden.
Bei dieser Veranstaltung trafen sich Vorstand Matthias Bohn, Geschäftsbereichsleitungen sowie Mitarbeitende aus verschiedenen Stabsstellen, um gemeinsam zu diskutieren, wie KI den Arbeitsalltag im sozialen Bereich sinnvoll unterstützen kann. Das Interesse an diesem zukunftsweisenden Thema ist groß, denn die digitale Transformation bietet auch für soziale Organisationen vielfältige Chancen, Prozesse effizienter zu gestalten und Ressourcen besser zu nutzen.
Der Workshop wurde durch den erfahrenen Referenten Thomas Jung von der Diakonie Hessen geleitet. In einem praxisnahen Austausch zeigte er sowohl die Chancen als auch die Risiken, die mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz verbunden sind. Besonders im Fokus standen ethische Fragen sowie datenschutzrechtliche Aspekte, die bei der Implementierung neuer Technologien stets berücksichtigt werden müssen. Anhand konkreter Anwendungsbeispiele verdeutlichte Jung, wie KI-Systeme beispielsweise bei der Bewältigung zeitaufwändiger Routineaufgaben entlasten können und somit mehr Raum für zwischenmenschliche Begegnungen schaffen.
Ein zentrales Ergebnis des Workshops war die Erkenntnis, dass KI keinesfalls den Menschen ersetzen, sondern als unterstützendes Werkzeug verstanden werden soll. Sie soll den Mitarbeitenden dabei helfen, ihre Arbeit effizienter zu gestalten und mehr Zeit für die individuelle Betreuung und Beratung zu gewinnen. Jung betonte die Bedeutung einer offenen, neugierigen Haltung gegenüber technischen Innovationen, um die Chancen der Digitalisierung aktiv zu nutzen. Gleichzeitig wies er auf die Notwendigkeit klarer interner Richtlinien hin, um einen verantwortungsvollen Umgang mit KI sicherzustellen.
Der Workshop des St. Elisabeth-Vereins Marburg hat gezeigt, dass die Integration von Künstlicher Intelligenz im sozialen Bereich nicht nur technisches Know-how erfordert, sondern vor allem eine reflektierte und ethisch verantwortungsvolle Herangehensweise.